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Tourenskifelle

Skifelle - Aufstieghilfe beim Skitouren Gehen weiterlesen

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Was ist ein Skitourenfell?

Skitourenfelle ermöglichen den Aufstieg mit Ski über Schnee einen Berg hinauf. Tourenski haben, wie Alpinski, einen glatten Belag. Aufgrund dieser Tatsache kann man damit auch nicht ohne zusätzliche Hilfmittel bergauf gehen ohne wieder rückwärts hinunterzurutschen. Um genau das zu verhindern, gibt es Skitourenfelle, die auch Skifelle oder Steigfelle genannt werden. Die Felle für Deine Tourenski sorgen für Halt auf dem Schnee während des Bergauflaufens.

Die Struktur der Skitourenfelle ist so angelegt, dass sie nach vorne gleiten und nach hinten stoppen. Das sichert Deinen Abdruck nach vorne ohne nach hinten zu rutschen. Die Skifelle werden am Gipfel vom Tourenski wieder abgezogen und verstaut. Anschließend fährt man mit dem Tourenski, wie mit einem Alpinski, wieder ins Tal. Achte bei den Tourenfellen auf eine gute Qualität. Die Skifelle müssen eine gute Passform haben und im mittleren Skibereich nahezu die komplette Belagbreite (ohne Skikante) abdecken. Auch sollten sie sich gut aufkleben lassen und gute Gleiteigenschaften haben. Eine mindere Qualität der Steigfelle kann bei einer Skitour im schlimmsten Fall zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Welche Arten von Skitourenfelle gibt es?

  • Material: Mohair, Mohair Mix (mit Synthetik) oder Synthetik (Polyamid/Nylon)
  • Fixierung am Ski: Clip, Bügel, Kralle oder Hebelhaken
  • Zuschnittsfelle und Fertigfelle
  • Klebefelle und Adhäsionsfelle (kleberlose, meist Silikonfläche - haftet durch Molekularkraft)

Aus welchem Material ist die Steigseite eines Skitourenfells?

Der Fellflor besteht aus Synthetikfasern oder Mohair (extrem leicht und robust; Fell der Angoraziege). Die Fasern des Tourenfells zeigen immer in eine Richtung. Es gibt auch Skitourenfelle mit einem Fellflor-Mix aus Synthetik und Mohair.

Mohair-Skifelle

Vorteil: Gute Brems- und Gleiteigenschaften. Mohair ist dauerhaft wasserabweisend, weil die Faser innen hohl ist und keine Feuchtigkeit aufnimmt. Skifelle aus Mohair sind auch bei extremer Kälte weich und flexibel.
Nachteil: Ein Fellflor aus Naturfell ist nicht so langlebig wie ein Skitourenfell mit einem Fellflor aus Nylon und ist etwas teurer.

➽ Für steiles Gelände und schwierige Schneeverhältnisse sind die Mohair-Felle allerdings die erste Wahl.

Skifelle aus Nylon

Vorteil: Etwas langlebiger, ebenfalls robust, gute Steigeigenschaften bei Harsch und eisigen Schneebedingungen und günstiger als Mohair-Skifelle.
Nachteil: Gegenüber Skifellen mit Mohair haben Skitourenfelle aus Nylon eine etwas schwächere Gleitfähigkeit vorwärts und eine höhere Steifigkeit bei niedrigen Temperaturen. Sie nehmen mehr Feuchtigkeit bei nassen Schneebedingungen auf. Dadurch neigen Kunstfaserfelle mehr zur Stollenbildung. Wenn das Grundmaterial bei der Herstellung gut imprägniert und versiegelt wird, reduziert das die Gefahr der Stollenbildung. Die Fellentwicklung der letzten Jahre konnte diesen Nachteil immer weiter verringern.

Hybrid Skitourenfelle

Hier wird das Beste aus beiden Materialien (meist aus ca. 65-70% Mohair und 35-30% Nylon) verwendet. Diese Tourenfelle sind robust, wasserabweisend und die Stollenbildung ist erschwert. Hybrid Skitourenfelle werden immer beliebter.

➽ Der Mix aus Synthetik und Mohair-Anteil spielt seine Vorteile bei sehr nassen Schneebedingungen aus.

Wie haften Skitourenfelle am Tourenski?

Entweder mit oder ohne Kleber. Auf jeden Fall müssen die Steigfelle fest am Tourenski sitzen, um die Gleit- und Steigeigenschaften ausspielen zu können. Besonders im Schaufelbereich. Sowohl der Skibelag als auch die "Klebeseite" des Tourenfells müssen trocken sein und die Felle sollten so lange wie möglich warmgehalten werden. Zum Trocknen des Tourenskibelags eignet sich der zu dem Tourenfellen mitgelieferte Microfaserbeutel. Die Tourenfelle sollten nach dem Auspacken schnellstmöglich aufgezogen werden, um den bestmöglichen Klebeeffekt zu gewährleisten. Eine geeignete Spannvorrichtung an beiden Skienden haben aber alle Skitourenfelle.

  • Klebefelle: Der Klebstoff befindet sich direkt am Tourenfell. Er ist ein entscheidender Faktor für die Haftung der Felle an den Skiern. Nach dem Abziehen der Tourenfelle bleibt kein Kleberrückstand auf dem Belag zurück. Um ein Zusammenkleben zu verhindern, werden die Felle vor dem Verstauen auf eine Schutzfolie geklebt. Der Kleber funktioniert bei richtigem Gebrauch der Skifelle etwa für 20-25 Skitouren.

Fertigfelle vs. Zuschnittsfelle

Es passen nicht von allen Herstellern die Felle auf jeden Tourenski. In der Regel bekommst Du aber für die meisten Tourenski ein passendes Skifell (Fertigfell). Dafür hat eigentlich jeder Skihersteller Kooperationen mit Herstellern für Skitourenfelle. Solltest Du aber ein Tourenfell mit einer anderen Haftschicht oder aus einem anderen Material wünschen, gibt es sogenannte Zuschnittfelle. Diese kann Dir der Fachhandel für Deine Tourenskier zuschneiden. Denn beim Zuschnitt gibt es einiges zu beachten, damit Deine Sicherheit und die Freude an der Skitour erhalten bleiben. Beispielsweise müssen die Kanten frei bleiben, damit der Tourenski beim Aufstieg genug Halt hat.

Die Montage der Skitourenfelle am Tourenski

Die meisten Felle werden von vorne an der Skispitze mit dem herstellerspezifischen System (Clip, Bügel, Kralle oder Hebelhaken) eingehängt, mittig, ohne die Skikanten zu bedecken, nach hinten aufgezogen und am Ende mit einem Kipphebel fixiert.

Das Dynafit PIN-SKIN System?

Skitourenfelle können mit dem Pin-Skin System schnell und perfekt sitzend am Tourenski angebracht werden. Dabei wird das auf die Skigeometrie perfekt angepasste Ski Touren Fell mit dem neuartigen Fixierungssystem mittels eines kleinen Pin präzise positioniert und befestigt. Dadurch gelangt kein Schnee zwischen Ski und Fell, was ein Aufstollen verhindert.

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